Presseinformation 19-03
27. Juni 2003

Führende europäische Unternehmen nutzen das Potenzial des Performancemanagements noch nicht genügend

Neue Marktuntersuchung von Business Objects und IDC definiert "Best Practice"

  • 68 Prozent der Unternehmen wenden Performance-Management-Methodologie an, 81 Prozent nutzen Metriken

  • Nur 6 Prozent haben einen "Best-Practice"-Prozess definiert - aber diese Unternehmen registrieren große Performanceverbesserungen

  • "Best Practice" Performancemanagement verlangt Methodologie, Metriken über alle Abteilungen, Kommunikation dieser Kennzahlen und Technologie zur Automatisierung

  • Dänemark, Schweden und Großbritannien führen in Europa

Köln, 27. Juni 2003. Neun von zehn europäischen Unternehmen haben das Potenzial von Technologie und Methoden des Enterprise Performance Management (EPM) noch nicht genügend umgesetzt. Dies stellen neue Ergebnisse einer Marktforschungsstudie fest, die IDC und Business Objects - führender Anbieter von Lösungen für Business Intellgence (BI) - jetzt vorgestellt haben.

EPM kombiniert Methodologie, Metriken, Prozesse und Systeme, um die geschäftliche Leistungsfähigkeit eines Unternehmens zu überwachen und zu managen. Es liefert ein einheitliches, klares Bild der Aktivitäten und erlaubt es, sowohl kurzfristige als auch strategische Ziele zu erreichen.

Das Forschungsprojekt untersuchte 350 der 1000 größten europäischen Unternehmen in Benelux, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Schweden und Dänemark. Dabei wurde festgestellt, dass die meisten Unternehmen die Bedeutung des Performancemanagements erkannt haben. 68 Prozent nutzen bereits entsprechende Methodologien - etwa Six Sigma, Balanced Scorecard, Total Quality Managment oder eine intern entwickelte Methode - und 61 Prozent haben Schlüsselkennzahlen (KPI) definiert. Dabei wenden die nordischen Länder Dänemark und Schweden mit 75 Prozent und Großbritannien mit 64 Prozent die Methodologien am intensivsten an.

Die Mehrheit der Unternehmen ist jedoch beim Messen und Reporting ihrer Unternehmensperformance noch nicht weit vorangekommen. Nur 6 Prozent verfügen über einen fortgeschrittenen Prozess des Performancemanagements - aber von diesen Unternehmen haben 96 Prozent erhebliche Verbesserungen festgestellt. Die "Best Practices" dieser Unternehmen sind:

  • Messen von mindestens 15 Schlüsselmetriken
  • in mindestens drei Abteilungen,
  • regelmäßiger Austausch von Kennzahlen mit anderen Abteilungen,
  • Einbeziehung von Informationen aus Vertrieb, Marketing, Finanzwesen und Personal in diese Metriken
  • und schließlich die Nutzung einer Methodologie zum Performancemanagement (17 Prozent) über einen längeren Zeitraum (bei 68 Prozent mindestens zwei Jahre).

Die Mehrheit der Unternehmen hat unterschiedliche Ansätze für Implementierung, Messen und Austausch der Kennzahlen, was zu unterschiedlichem Erfolg führt. So sind 30 Prozent unzufrieden mit den Performanceverbesserungen - aber sie messen auch nur durchschnittlich sieben Metriken.

Darüber hinaus erweisen sich noch andere Faktoren als hinderlich. 49 Prozent der Unternehmen nutzen noch manuellen Input, 45 Prozent organisieren den Informationsaustausch mit anderen Abteilungen über papierbasierte Reports und Meetings, und ein Viertel investiert nicht mehr als zwei bis drei Arbeitstage pro Monat in das Verfolgen und Messen von Performanceinformationen.

IDC und Business Objects betonen, dass erfolgreiche Initiativen zum Performancemanagement mehr als nur eine Abteilung einbeziehen und Querschnittsinformationen beinhalten müssen, die unternehmensweit kommuniziert werden sollten. Dabei sollte in Technologie investiert werden, die diesen Prozess automatisiert.

Alain Pétrissans, Analyst bei IDC, sagte, zwar hätten sich Unternehmen aller Branchen in Europa dem Performance Management zugewandt. Aber erst eine kleine Zahl früher Anwender habe das darin steckende Potenzial bisher realisiert. Die drei Kernelemente für effektive Ergebnisse seien der Gebrauch einer Methodologie, das Messen und Verteilen vielfältiger Metriken über das gesamte Unternehmen hinweg und Technologien, um diesen Prozess zeitnah, richtig und konsistent zu organisieren.

Kirsten Jefferies, Product Manager für Enterprise-Performance-Management-Lösungen bei Business Objects betonte: "Bevor nicht Performance Management auf Ebene des Gesamtunternehmens ausgeführt wird, erhält man kein wirkliches Bild der Business Performance. Unsere Kunden tragen dem zunehmend Rechnung, indem sie Managementmethoden und Business Intelligence kombinieren. So können sie geschäftliche Kennzahlen im gesamten Unternehmen verfolgen, verstehen und managen sowie den Tagesbetrieb mit den Unternehmenszielen in Übereinstimmung bringen. Beispielsweise implementieren viele Kunden Dashboards, die eine konsistente Sicht von KPIs liefern, auf die jedermann leicht zugreifen kann.

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